Keine Heilpilz-Medikamente im Westen

Keine Heilpilz-Medikamente im Westen

Warum gibt es im Westen keine Heilpilz-Medikamente?

… „Trotz umfassenden wissenschaftlichen Erkenntnissen ist die praktische Verwendung von Heilpilzen im Westen sehr limitiert und beschränkt. Die Behörden verstehen und unterstützen nicht die Entwicklung, Produktion und die Verwendung von Heilpilz-Präparaten. Noch schlimmer ist es, wenn Regierungen von wissenschaftlichen/technologisch entwickelten Staaten künstliche Restriktionen gegen sie machen.

Die Gründe sind offensichtlich wirtschaftlicher und politischer Natur. Die primäre Verantwortung der pharmazeutischen Gesellschaften ist es, Profit zu machen und ihren Markt zu schützen. In der Folge von ökonomischen Krisen, erlaubt es ihre Macht, auf die Regierung Einfluss zu nehmen, stetig schwierigere Prozeduren zu kreieren und so es ihnen erlaubend, den Gesundheitssektor zu monopolisieren.

Die Kosten der Medikamentenentwicklung wachsen exponentiell
Die Kosten, neue Medikamente zu entwickeln wachsen rapide. Medikamentenentwicklungsprojekte sind durch hohe Ausfallsraten, hohe Investitionsaufwendungen und lange Zeiträume charakterisiert.

Pharmazeutische multinationale Gesellschaften sind generell nicht an Naturprodukten wegen kleineren Gewinnen und Patentrechten interessiert. Die relativen hohen Kosten von natürlichen Rohmaterialien (entweder angebaut oder gesammelt), im Vergleich zu den Kosten von Chemikalien machen diese für eine Massenproduktion weniger attraktiv. Ferner Patentrechte, die die Gesundheitsindustrie verwalten, gelten nicht für natürliche Wirkstoffe – wenn eine Firma sie verwendet, kann es jemand anderer ungehindert auch tun.

Normalerweise, wenn eine Firma beginnt, ein Medikament zu entwickeln, schützen sie es durch ein 20jähriges Patent. Nur diese Gesellschaft darf es herstellen und verkaufen, bis das Patent ausläuft; in dieser Zeit verkaufen sie es um einen Spitzenpreis. Wenn das Patent ausläuft, dürfen andere pharmazeutische Gesellschaften so genannte generische Arzneimittel produzieren und die Preise fallen. Der meiste Profit wird in dieser kurzen Zeitspanne erzielt, bevor es generisch wird. Zusätzlich können viele Staaten/Regionen z.B. Europäische Union und die USA bis zu 5 Jahre zusätzlichen Patentschutz für Medikamente gewähren.

Da pharmazeutische Gesellschaften natürliche Präparate nicht ausschließlich verwenden können, versuchen sie ein ähnliches Präparat (synthetische Nachbildung) zu entwickeln, das patentiert werden kann. Dennoch ist dieser Weg schwierig: synthetische Nachbildungen funktionieren normalerweise nicht so gut oder verursachen ernste Nebenwirkungen. Zu häufig sind die natürlichen Präparate zu komplex, um sie zu synthetisieren und Nachbildungen zu entwickeln.

Größere pharmazeutische Gesellschaften setzen damit fort, Geschäfte wie bisher auf ihre Weise zu betreiben. Sie sind nicht interessiert und deshalb werden sie nicht für klinische Studien bezahlen oder versuchen, ein Naturprodukt (Heilpilze eingeschlossen) zu entwickeln.

Was noch unmoralischer ist, ist ihre Methode der Sicherstellung ihres Monopols in dem Gesundheitssektor, indem sie die Behörden beeinflussen. Es ist eine Sache, den Markt zu schützen, indem man das Produkt mit der höchsten Qualität anbietet; es ist aber etwas ganz anderes, wenn man beginnt, die globalen Regeln zu ändern, um sie ganz nach seinem Geschmack zu kreieren und anderen zu schaden. Wegen ihrer Handlungen ist es jetzt viel schwieriger, auf den pharmazeutischen Markt zu gelangen oder klinische Studien an Naturprodukten zu initiieren, die Forschung stark unterdrückend. Der Preis für die Entwicklung eines neuen Medikaments wurde immer in hunderten Millionen Dollar gemessen, aber er ist in den letzten 10-15 Jahren in die Höhe geschossen, die Kluft zwischen den Großen und den Kleinen erweiternd. Die Europäische Union verbietet nun streng und künstlich die Verwendung von vielen natürlichen Substanzen („diese, die nicht signifikant in einem EU-Mitgliedstaat vor dem 15. Mai 1997 verwendet wurden“), den Preis und die Zeit, ein neues natürliches Medikament zu entwickeln zu einem großen Maße vergrößernd.

Das Ziel des Gesundheitssektors ist verdreht; der Profit ist wichtiger als die Gesundheit und das Wohlbefinden des Individuums. Die menschliche Gesundheit und das Gesundheitswesen sind zu einer Industrie geworden, beherrscht von dem Gesetz der Profitmaximierung, die von enormen multinationalen Gesellschaften kreiert wurde und ihnen einen großen Vorteil verschafft. Viel weniger Rücksicht wurde den wahren Bedürfnissen und dem ursprünglichen Zweck geschenkt – um zu helfen, die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen und zu verbessern.

Vorbeugung von Krankheiten wie auch die Verwendung von billigeren, sicheren und häufig effizienteren Naturprodukten sind nicht genug profitabel. Deshalb bleiben sie unterentwickelt und von der offiziellen medizinischen Routine und der Routine des Gesundheitswesen ausgeschlossen.“

Dr. Ivan Jakopović, Neue Durchbrüche: Heilpilze zwischen Forschung und Industrie – Ein einführender Vortrag auf der 6. Internationalen Heilpilzkonferenz, Zagreb, 2011

Falls Sie mehr darüber erfahren möchten, empfehlen wir Ihnen das Buch: Die Pharma-Lüge: Wie Arzneimittelkonzerne Ärzte irreführen und Patienten schädigen.

Die Pharma-Lüge von Ben Goldacre
Buchumschlag Die Pharma-Lüge: Wie Arzneimittelkonzerne Ärzte irreführen und Patienten schädigen von Ben Goldacre